Meine geliebte Emma,
du weißt, ich versuche, die Feiertage anzunehmen.
Mich von der Stimmung tragen zu lassen,
mich von der Vorfreude der anderen berühren zu lassen.
Und doch ist da dieser Schmerz in mir –
ein Schmerz, der mich lähmt,
der mich stillstehen lässt, während ich warte.
Auf dich.
Auch wenn ich weiß, dass du nie wieder zurückkommen wirst.
Jedes Jahr seit deinem Tod wünsche ich mir,
diese Tage einfach hinter mich zu bringen.
Gerade jetzt wäre ich dir so gern nah.
Ich würde dich so gern besuchen,
um für einen Moment wieder dieses Gefühl von Vollkommenheit zu spüren.
Der Glanz und das Glitzern von Weihnachten
können das Vermissen nicht überstrahlen.
Im Gegenteil – es wird lauter,
besonders dann, wenn ich stark sein möchte.
Für dich. Für unsere Familie. Für mich.
Dass du nicht mehr bei uns bist,
möchte ich oft nicht akzeptieren.
Und gerade diese Tage, die von Nähe, Familie
und Frieden erzählen sollen,
machen dein Fehlen so schmerzhaft sichtbar.
Ich weiß, ich muss lernen, damit zu leben.
Ich muss lernen anzunehmen,
dass dein Platz für immer leer bleiben wird.
Was uns bleibt, sind die Erinnerungen
an die Weihnachtsfeste, die wir gemeinsam erleben durften.
Ganz besonders an unser letztes Weihnachten 2018.
Während heute viele Familien zusammen feiern,
sitze ich hier, mit Tränen, die immer wieder über meine Wangen rollen,
verloren in Gedanken und Erinnerungen,
und versuche, dich ganz nah bei mir zu spüren.
Ich verspreche dir:
Ich trage dich in meinem Herzen,
bis wir uns wiedersehen.
In ewiger Liebe, deine Mama.

