RĂŒckblick

RĂŒckblick…heute vor einem Jahr.

Wie man sieht, war Emma wieder beweglich, gut koordiniert und voller Lebensfreude.

DAS sind die schönen Erinnerungen, gepaart mit dem Schmerz, daß ich ihr nicht mehr zusehen kann, wenn sie solche Sachen macht. 

„Emma, ich vermisse dich so, deine Stimme, dein LĂ€cheln, dein sonniges GemĂŒt. Ich hoffe, dir gehts gut, da wo du jetzt bist. ich liebe dich. Deine Mami.“

https://www.facebook.com/watch/?v=827625610990260

RĂŒckblick

Emma und Marion

RĂŒckblick…heute vor einem Jahr…

Wir waren zur Kontrolle in der Radiologie Praxis im Klinikum MĂŒnchen Schwabing – bei Dr. GlĂŒck.

Ich kann mich so gut an manche Tage erinnern, als wÀre es erst gestern gewesen.

Emma war wie immer tapfer und gut gelaunt, hat Herrn GlĂŒck alle Fragen beantwortet, die er ihr stellte. Ob sie Schmerzen oder Übelkeit hatte nach den Bestrahlungen, wie es ihr geht, wie ihr Appetit ist.

Ich bin trotz allem, was ich nun weiß und mitgemacht habe, froh, dies alles erlebt zu haben – mit meiner geliebten Emma, die wirklich zu jedem Zeitpunkt voller Mut und Zuversicht war, die böse Blume zu besiegen. Jammern, meckern oder „ich will da nicht mehr hin“ – das gab es bei Emma nicht.

„Emmy, ich bin so unsagbar stolz auf dich, mein Engel.
Ich liebe dich, bis zum Himmel und zurĂŒck. 
Deine Mama.“

RĂŒckblick

Emma und Pius

RĂŒckblick…heute vor einem Jahr…

Emma und Pius spielten „Friseur“.

Die beiden hatten immer wunderbare Ideen und haben sehr viel miteinander gespielt. Emma hat sich immer eine kleine Schwester gewĂŒnscht, daher musste Pius öfter mal bei „MĂ€dchenspielen“ mitmachen.

Mit Emmas EinschrĂ€nkungen verlor auch Pius seine SpielgefĂ€hrtin, was ihn sehr traurig machte…er sagte oft „wenn Emma wieder gesund ist, dann spielen wir wieder …“ – diese SĂ€tze schmerzten immer wahnsinnig stark in meinem gebrochenen Mama-Herz.

Jetzt stellt er viele Frage zum Himmel, zum Beispiel ob Emma nun dort mit den Dinosauriern ist (er liebt eine Tonie-Geschichte, in der erzĂ€hlt wird, dass die Dinosaurier ausgestorben sind)…bei jeder Frage spĂŒrt man, dass er Emma sehnsĂŒchtig vermisst, dann weinen wir gemeinsam, denken an Erlebnis mit Emma und haben ein LĂ€cheln auf den Lippen.

Heute war Martinsumzug in unserem Dorf, letztes Jahr ist Emma noch mitgelaufen und trug ganz stolz ihre Laterne. Heuer war ich noch nicht stark genug, mitzugehen. Pius durfte mit Quirin und seiner Nichte mitgehen und spĂ€ter haben wir uns im Pfarrhof auf eine Tasse Punsch getroffen. Das war ein kleiner Schritt in die Öffentlichkeit fĂŒr mich und es hat gut getan, mit Emma im Herzen und unsichtbar an meiner Hand.

RĂŒckblick

Mama Marion weint mit Emma

RĂŒckblick…das Foto entstand am 1. Juli 2019, zwei Tage vor meinem 39. Geburtstag.

Ich habe lange ĂŒberlegt, ob ich euch dieses Foto zeige, denn es zeigt mich von meiner verletzlichsten Seite, aber auch das gehört dazu zu unserer Geschichte.

An diesem Tag ging es Emma so schlecht, dass ich dachte sie ĂŒberlebt diesen Tag nicht.

Ich war so verzweifelt und unendlich traurig, ich konnte nicht glauben, dass es an diesem Tag vorbei sein sollte.

Ich bat sie, weiter zu kÀmpfen, meinen Geburtstag mit mir zu feiern und noch viele andere Feiertage.

Und sie hat nochmal Kraft geschöpft, fĂŒr weitere Wochen.

„Ich bin so stolz auf dich. Ich vermisse dich, Emma-Maus. Ich liebe dich. Deine Mami“

Emmas Sterbebild

Sterbebild Emma

Emmas Sterbebild, als Entwurf von unserer Bestatterin.

Niemals wollte ich solche Dinge entscheiden mĂŒssen…welches Bild oder welcher Text auf das Sterbebild meiner Tochter sollten…

Entscheidungen, die niemals hÀtten kommen sollen und die mir so schwer fallen. Wir möchten es hell und bunt gestalten.

Das Wort „fröhlich“ fĂ€llt mir schwer in diesem Zusammenhang, denn mit Emma wurde mir auch ein Teil meiner Fröhlichkeit genommen.

Ich bin traurig. Unendlich traurig. 

RĂŒckblick

RĂŒckblick…ein Video von August 2018….

Emma hat den Einkönigin-Film geliebt und oft dazu getanzt und gesungen.

Jetzt sehe ich den Text des Songs „Lass jetzt los“ nochmal mit anderen Augen.

Vielleicht hat Emma etwas geahnt, etwas gespĂŒrt.

Wenn ich sie so tanzen sehe, vermisse ich sie gerade wieder ganz arg… 

Emma, du fehlst mir.

https://www.facebook.com/watch/?v=2142316086070258

Vorbereitungen

Pius und Emma

Mit einem wunderschönen Emma-Pius-Bild vom Oktober 2018 möchte ich euch einen Gruß senden…

Die Vorbereitungen fĂŒr Emmas Trauerfeier laufen und es fĂ€llt mir schwer, mich darauf zu konzentrieren, zwischen dem Alltag mit Schul- und Kindergartenkind, zwischen Trauern und Vermissen, FesthĂ€ngen in Gedanken und Erinnerungen.

Ich merke wie mein Antrieb fehlt, mein Antrieb namens Emma, der mir soviel Kraft in den letzten Monaten gegeben hat.

Ich möchte ihre Trauerfeier so perfekt wie möglich machen, so wie sie es sich gewĂŒnscht hĂ€tte, wenn sie es planen hĂ€tte mĂŒssen. Aber ich habe keine Kraft und Ausdauer. Auch wenn wir (noch) keinen zeitlichen Druck haben, so warte ich tĂ€glich auf mich, auf meinen Start, um diese wichtige Aufgabe zu erledigen.

Und da ist es wieder, dieses GefĂŒhl der UnvollstĂ€ndigkeit, das gebrochene Herz, das mich so sehr lĂ€hmt.

„Emma, ich hoffe ich mache alles richtig fĂŒr dich und dass du mich lenkst bei diesen Entscheidungen, die mir gerade so schwer fallen.“

Auch mein versprochener Bericht muss noch warten, mir fehlen die Worte im Moment…(und ich habe ein „kleines“ Problem mit meinem MacBook… )

Macht’s gut, bis bald, danke dass es euch gibt 

Marion mit Emma im Herzen

Ein Elefant fĂŒr dich

Emmas Hand

„Ich trag dich soweit wie ich kann…am Ende des Weges wenn ich muss, trage ich dich ĂŒber den Fluss.“

…und ich hĂ€tte sie noch Monate und Jahre lang getragen.

Ich kann nicht beschreiben wie dankbar ich meiner geliebten Emma bin, dass sie mich diesen Weg mit ihr gehen ließ.

Die GefĂŒhle sind unbeschreiblich, durcheinander, als wĂ€re der ganze Körper durchgeschĂŒttelt und durcheinander gebracht worden. Aber trotz all der Trauer und Tragik fĂŒhle ich mich stark und voller Liebe wie vielleicht noch nie in meinem Leben.

Emma, mein MausebÀr, du hast Spuren hinterlassen, irrsinnig grosse Spuren.

Als Emma zum Engel wurde

Emmas SchutzengelbÀr

Mit blutendem Mama-Herz und TrĂ€nen, die nicht aufhören wollen zu laufen, ist es mir wichtig, euch allen zu sagen, wie friedlich meine Emma eingeschlafen ist und wie gut es mir tut, zu wissen, dass es kein Kampf war.  

Emma hatte bereits die letzen Tage sehr viel geschlafen, ihre Atmung war ruhig und flach. Es war kein Schleim zu hören, sie hatte keine Atemnot. Sie schlief so viel und ich vermisste sie schon so sehr, obwohl ich neben ihr war. 
Die SĂ€ttigung war stets niedriger als gewohnt. Ihre FĂŒĂŸe, Beine und dann auch HĂ€nde waren trotz der Decken kĂŒhl. 

Das was in den nĂ€chsten Stunden passierte, habe ich nicht geahnt, aber innerlich doch gespĂŒrt, wenn ich bedenke, was ich instinktiv getan habe. 

In der Nacht von Samstag auf Sonntag versuchte ich gegen 1:00 Uhr einzuschlafen. Als ich in meinem Bett lag und Emmas Hand hielt, die schon seit Stunden sehr kalt war, redete ich mit ihr. Ich erzĂ€hlte ihr alles, was mir auf der Seele lag, was ich mir fĂŒr sie wĂŒnsche, dass sie wieder lachen und laufen kann und mich umarmen und kĂŒssen kann. All das was ich so vermisse.

Ich schlief dann irgendwann ein, und erwachte gegen 2:00 Uhr, weil sie anders atmete, alle paar Sekunden schwer und mit einem GerĂ€usch, dass ich noch nie gehört habe. 
Ich versuchte ihr, den Puls zu messen, er war sehr hoch und die SĂ€ttigung niedrig.
Ich holte meinen Mann, der unten schlief und bat ihn, ihr Morphium zu geben. Wir legten Emma auf den RĂŒcken, er ging wieder nach unten. Ich bestrich ihre SchlĂ€fen mit dem Lavendelöl, gab ihr eine Tablette Tavor und legte mich zu ihr ins Bett. 
Wieder redete ich mit ihr, sagte ihr, wie mutig und tapfer sie immer war und wie schön ich es fand, dass wir es uns so schön gemacht haben, die gemeinsame Zeit genutzt haben und ich erzĂ€hlte ihr wieder vom Band der Liebe, das uns nie trennen wird. 
Ich hatte den Text des Liedes „Ein Elefant fĂŒr dich“ im Kopf und wĂ€hrend ich so neben ihr lag, sie spĂŒrte und redete, merkte ich, dass ihre AtemzĂŒge immer weniger wurden, die Pause dazwischen immer lĂ€nger. Ich sagte „Emma, du musst atmen“, dann nahm sie einen tiefen Atemzug und dann war Pause…

Ich setze mich auf, schaute sie an, sah ihre geöffneten Augen im Licht der Nachtlampe und sagte „Emma, schaust du mich an?“. 
Der Blick war starr, aber auf mich gerichtet, als wenn sie mich noch ein letztes Mal ansehen wollte. Ich sagte ihr, dass ich das große Licht anmachen muss, schaute auf die Uhr und ging wieder zu ihr. Ich wusste, dass sie nun fĂŒr immer eingeschlafen war, sagte ihr dass ich sie liebe und nun ihren Papa holen werde. 
Mein Mann und ich haben uns stundenlang von ihr verabschiedet, ich lag neben ihr im Bett, streichelte sie, kĂŒsste sie und konnte dann noch mal schlafen. Es war so friedlich und fĂŒhlte sich gut und richtig an.

Über den nĂ€chsten Stunden und Tage werde ich euch irgendwann berichten.

Ich kann nur sagen, es war schön und fĂŒhlt sich gut an, auch wenn die Leere riesengroß ist. Emma hat uns so viel gegeben und wird immer bei uns sein, sie hat uns gelehrt, was Liebe ist und was das Leben bedeutet, mit allen Facetten.

Emma, mein Schutzengel, meine Liebe meines Lebens, du hast mir unseren gemeinsamen Wunsch erfĂŒllt, dass wir zusammen sind, wenn du erlöst wirst von deinem Leiden und deinen Schmerzen. So nah zusammen, wie es nur geht, in der Ruhe der Nacht und dem Schutze der Dunkelheit, stets beleuchtet von dem Licht unserer Liebe. 

Ich danke euch allen fĂŒr eure Worte. 

Es war mir ein Anliegen, euch zu erzĂ€hlen, wie friedlich und voller Liebe Emma am 29.09.2019, am „Tag der unsichtbaren Boten“, dem Erzengel-Fest fĂŒr immer eingeschlafen ist.