Emma meine Prinzessin, auf immer und ewigÂ
Sie schlÀft so viel zur Zeit und ich vermisse sie so arg.
Aber doch spĂŒre ich dass sie mich spĂŒrt, dass ich bei ihr bin.
Das ist das Band der Liebe.Â

Für Emma. Für mehr Aufmerksamkeit für DIPG. Für Hoffnung.
Hier findest du persönliche Gedanken und Erinnerungen an Emma
Emma meine Prinzessin, auf immer und ewigÂ
Sie schlÀft so viel zur Zeit und ich vermisse sie so arg.
Aber doch spĂŒre ich dass sie mich spĂŒrt, dass ich bei ihr bin.
Das ist das Band der Liebe.Â
Ein herzliches Hallo von Emma und mir am Donnerstag morgen.
Durch die Informationen, die ich fast tĂ€glich in der Instagram-Story weitergebe, fehlen die Updates in den BeitrĂ€gen… dafĂŒr möchte ich mich entschuldigen, denn nicht alle schauen sich immer die Stories an.
Bei Emma ist es, wie bereits in den letzten Wochen und Monaten, ein auf und ab.
An einem Tag ist alles ok, kein Schleim, keine Atemprobleme – am nĂ€chsten Tag Erbrechen, Atempausen, Schleim und schlechte SĂ€ttigung.
Aber das ist die Krankheit, das ist der Tumor, damit mĂŒssen wir klar kommen.
Und trotzdem aus jedem Tag das Positive ziehen und eine Erfahrung mehr im Tagebuch unseres Lebens hinterlassen.
Diese Woche ist auf der Homepage und Facebook Seite von âEchte Mamasâ ein Interview von mir erschienen, heute auch bei Instagram unter @echtemamascommunity
Es ist so passend zu unserer jetzigen Phase, denn jeden Tag frage ich mich, wie lange Emma noch bei mir sein wird, wie viele Abende ich noch âGute Nacht Emma, ich liebe dichâ sagen kann.
Keiner weiĂ es und keiner hat es in der Hand, denke ich zumindest.
In diesem Sinne – auf in einen Tag voller Liebe und schöner Momente. âą Danke dass es euch gibtÂ
Emma und Marion
2.000!
Ich kann es kaum glauben.
Es berĂŒhrt mich so sehr, wie viele Menschen unsere Geschichte bewegt und wie viele Leute uns auf unserem schweren Weg begleiten.
Die tĂ€glich an uns denken, fĂŒr uns beten, Kerzen anzĂŒnden und mir Mut zusprechen.
Die mir schreiben, dass ich alles richtig mache und keine Zweifel haben muss.
Dass die Liebe zwischen Emma und mir spĂŒrbar ist, unsere Bilder etwas magisches haben.
Dass meine Berichte authentisch sind.
DAS alles gibt mir Kraft fĂŒr jede Stunde, jeden Moment, jeden neuen Tag mit Bergen und TĂ€lern.
Danke – von Herzen, dass ihr da(bei) seid!Â
RĂŒckblick…heute vor einem Jahr. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, Emma und ich sind damals alleine in die Klinik zur Kontrolle gefahren. Im Flur der Tagesklinik haben wir gesessen, und gewartet,⊠Emma hat mir was gezeichnet, noch heute habe ich das Bild in meinem Notizbuch. Versehen mit dem Datum. Man weiĂ genau, dass sein eigenes geliebtes Kind, das so gerne gezeichnet hat, dies irgendwann nicht mehr tun wirdâŠweil der Tumor ihr diese FĂ€higkeit genommen hat.
Ich kann mich auch noch gut an den Tag erinnern, als Emma das letzte Mal etwas versucht hat zu zeichnen oder zu schreiben⊠Es war ihr Name unter der Einladung zu ihrem 7. Geburtstag an ihre Freundinnen. Mit ganz groĂer MĂŒhe hat sie ihren Namen vier mal geschrieben, aber die Buchstaben waren schon sehr zittrig gemalt und es hat sie sehr angestrengt.
Seit diesem Tag hat sie keinen Stift mehr in ihrer Hand halten können.
Bei dieser Erinnerung und der Tatsache, dass sie mir nie wieder etwas zeichnen oder schreiben wird, werde ich sehr traurig. Und bin unglaublich wĂŒtend auf das Monster DIPG.
Danke an alle, die uns ĂŒber Instagram und Facebook folgen und unser Schicksal gemeinsam mit uns durchleben. Tipps geben, Mut zusprechen, sich mit uns freuen, mit uns traurig sind, weinen und lachen.
Die uns Karten, Zeichnungen und kleine Aufmerksamkeiten schicken, die mich und meine Ăngste verstehen, die den Mut, die Tapferkeit und StĂ€rke meiner Prinzessin Emma sehen und mit uns gemeinsam das Bewusstsein fĂŒr diesen schrecklichen Gehirntumor bei den Menschen wecken, die noch nie etwas von DIPG gehört haben. DANKE – von Herzen!
Gute Nacht, liebe GrĂŒĂe, Marion
Emmas Medikamente
(Stand: 16. September 2019)
Ich wollte schon lange erzĂ€hlen, welche Medikamente Emma tĂ€glich ĂŒber die Sonde erhĂ€lt.
Das ist der derzeitige Stand. WĂ€hrend der Chemotherapie-Phasen (August 2018 bis MĂ€rz 2019) kamen noch weitere Medikamente (z. B. gegen Ăbelkeit) dazu.
Als ihr noch Blut ĂŒber den Port abgenommen wurde, wurde der Gerinnungswert des Bluts getestet und der Spiegel des Wirkstoffs âValproatâ.
Bevor Emma am Anfang des Tages ihre Medikamente bekommt, geben wir ihr ĂŒber die Sonde das PrĂ€parat âNexiumâ – ein Magenschutz, um die MagensĂ€ureproduktion zu reduzieren. âš(Man kann sich vorstellen, daĂ so viele Medikamente auf Dauer den Magen und auch andere Organe schĂ€digen, deshalb ist das Nexium seit einigen Monaten unterlĂ€sslich.)
Kurze Zeit spĂ€ter bekommt sie ihre erste Dosis âDexamethasonâ (Kortison). Das Kortison bekommt Emma, um die Hirndruckprobleme (durch den wachsenden Tumor und die damit verbundenen Hirnwasserabflussstörungen) zu hemmen. Nebenwirkung des Kortisons sind leider Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme und gesteigerter Appetit. (Als Emma letztes Jahr hochdosiert Kortison bekam, hatte sie auch starke Gelenkschmerzen.)
Zeitgleich bekommt sie âMSTâ, das ist Morphin, ein starkes Schmerzmittel, in Granulatform, das wir in Wasser auflösen und auch ĂŒber die Sonde geben. Das MST bekommt sie nur zweimal tĂ€glich, da dies fĂŒr etwa 12 Stunden wirkt und so Schmerzspitzen vermieden werden sollen.
Etwa eine Stunde spĂ€ter bekommt sie âBaclofenâ, ein Medikament gegen Spasmen. Seit Emma die bisher unverĂ€nderte Dosis Baclofen bekommt, hat sie keine Spastik mehr in den Beinen und Armen gehabt.
Zeitgleich mit dem Baclofen bekommt Emma âNurofen oder Ibuflamâ Saft, ebenfalls gegen Schmerzen.
Man nutzt verschiedene Schmerzmittel, um die unterschiedlichen Schmerzrezeptoren zu behandeln.
Zudem bekommt Emma âDronabinolâ, kĂŒnstlich hergestelltes THC. Es soll schmerzlindernd, entzĂŒndungshemmend, muskelentspannend und auch etwas âaufheiterndâ sein.
Dann ist fĂŒr den Vormittag erstmal Pause mit der Arznei, ich kann Emma dann fĂŒttern. Wir mĂŒssen nur immer einen zeitlichen Abstand zu den Medikamenten einhalten, um bei eventuellem Erbrechen die Wirkung der Arznei sicherzustellen.
Meist gebe ich ihr vormittags dann noch âMovicolâ, um die DarmtĂ€tigkeit anzuregen. Denn das Morphium hat als Nebenwirkung Verstopfung, das man dann mit dem Movicol verbessern kann.
Gegen 14:00 Uhr bekommt Emma wieder âDexamethasonâ und um 15:00 Uhr âBaclofenâ, âDronabinolâ und âIbuflam/Nurofenâ.
Um 19:15 Uhr geht es weiter mit âMSTâ und âDexamethasonâ, um 22:00 Uhr bekommt Emma als letzte Tagesdosis nochmals âBaclofenâ, âDronabinolâ und âIbuflam/Nurofenâ.
Nach Bedarf können wir Emma, falls wir Schmerzen vermuten, âMorphinâ in Tropfenform geben.
âTavorâ, das gegen Angst und zur Beruhigung helfen soll, geben wir Emma derzeit nicht. Zu viel negatives habe ich ĂŒber Tavor gelesen und gehört, es hat starke Nebenwirkungen wie extreme MĂŒdigkeit, AbhĂ€ngigkeit und verminderten Blutdruck.
Andere Notfallmedikamente, die man bei Atemnot oder KrampfanfÀllen verwendet, haben wir zuhause, aber noch nicht bisher benötigt.
ââââââââââââââââââ
âšViele Medikamente werden bei anderen Kindern mit DIPG nicht oder nicht mehr gegeben, ich habe dies selbst im Austausch mit betroffenen Eltern erfahren.
Auf Nachfrage bei unserem Palliativteam erhielt ich die Auskunft, daĂ man – natĂŒrlich verstĂ€ndlicherweise – immer individuell nach Situation und Patient handeln muĂ.
Es wird immer genau abgewÀgt, was notwendig ist und es klappt so bisher auch ganz gut.
Ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, daĂ auch in anderen BundeslĂ€ndern differenziert gehandelt wird. Es gibt z. B. Pflaster gegen Schmerzen, die fĂŒr einige Tage wirken. Dies wĂ€re bei uns auch möglich, wenn die Scherzen stĂ€rker werden sollten oder Emma öfter erbrechen wĂŒrde.
Mit uns werden immer die Vor- und Nachteile, Nutzen und Nebenwirkungen besprochen und unsere EinwÀnde ernst genommen.
Trotz allem frage ich mich oft, was ich Emma damit antue, was ihre Nieren, Leber, ihr Magen und ihr Darm schon alles verarbeiten musste – Unmengen, Liter von MedikamentenâŠ
Zudem sehe ich immer ihren prĂŒfenden Blick, wenn sie ĂŒber die Sonde Medikamente bekommt. Sie schaut immer genau zu, wĂ€hrend ich ihr erklĂ€re, was sie gerade bekommtâŠdas bestĂ€tigt mich aber wieder in der Meinung, daĂ sie alles genau mitbekommt.
Seit einigen Tagen haben wir immer wieder das Problem, daĂ Emma sich ĂŒbergeben muĂ. Meist passiert das nach der Gabe von Nahrung oder Wasser ĂŒber die Sonde, selten nach der Medikamentengabe. Da die Arznei unterschiedlich schnell in Magen oder zum Teil erst im Darm aufgenommen wird, muĂ man immer abwĂ€gen, ob man die Arznei nochmal nachgibt oder nicht.
Beim erbrechen ist aber auch oft der Schleim dabei, was dann erleichternd ist, wenn er erbrochen wird. Seit dem regelmĂ€Ăigen Erbrechen hat Emma nicht mehr die Probleme mit dem Schleim wie noch vor einiger Zeit.
Trotzdem ist es gerade fĂŒr mich als Mama, und auch fĂŒr Emma, schlimm anzusehen, wenn sie sich erbricht. Gerade weil wir das von frĂŒher nicht kennen, Emma hatte so gut wie nie Magen-Darm-Infekte oder auch wĂ€hrend der Chemotherapie kein ErbrechenâŠ
Soviel zur Gabe der gesamten Arznei, was uns den ganzen Tag ĂŒber beschĂ€ftigt.
Zwischen den Medikamentengaben gebe ich ihr Wasser und Nahrung (mit Saft verdĂŒnnte BabyglĂ€ser ab dem 4. Monat), befeuchte ihren Mund mit Wasser, wasche sie, massiere ihre Beine und FĂŒĂe mit Lavendelöl und lagere sie um, um ein wundwerden zu vermeiden.
Zur Zeit leidet sie an trockenen Augen und Lippen, dafĂŒr verwenden wir ĂŒbliche Augentropfen und Lippenbalsam, was sehr gut hilft.
Zur Mundhygiene habe ich bis vor kurzem immer ihre normale ZahnbĂŒrste benutzt. Nun verwende ich aber spezielle Mundreinigungssticks mit Schaumstoff, den ich auch mit Salbeitee befeuchtet verwende, um einer EntzĂŒndung vorzubeugen.
Zwischendurch messe ich regelmĂ€Ăig ihre Temperatur und den Puls sowie den Sauerstoffgehalt im Blut.
Was Emma und ich noch sehr gerne mögen und was ich jedem empfehlen kannâŠbei uns im Zimmer lĂ€uft immer ein Aromaöl-Diffusor. Es gibt so viele verschiedene Ăle, die unterschiedliche Wirkungsweisen haben. Wir mögen das sehr und es sorgt fĂŒr ein angenehmes Raumklima.
So, nun bin ich schon wieder von der Arznei in den âPflegebereichâ unseres Alltags abgeschweift. đ
Machts gut, bis bald,
liebe GrĂŒĂe
Marion mit Emma (die mir gerade ganz genau zugehört hat, was ich beim schreiben laut vorgelesen habe)
Bei Emma, meinem Mann und mir wurde in der ersten Woche im Krankenhaus, letztes Jahr im Juli, Blut abgenommen, um die Genetik zu untersuchen.
Einige Wochen spĂ€ter haben wir einen Bericht erhalten, es wurde keine genetische AuffĂ€lligkeit festgestellt, die das Ponsgliom bei Emma erklĂ€ren wĂŒrde.
So gesehen sind auch wir im unklaren darĂŒber, warum der Tumor bei Emma entstanden ist.
Ich habe sofort gefragt, ob wir unsere Söhne untersuchen lassen mĂŒssen. Das wurde verneint, da DIPG nicht als Erbkrankheit klassifiziert ist.
Wahre FreundschaftâŠ
Meinen heutigen Beitrag möchte ich meiner lieben Freundin Steffi @steffi140280 widmen.
In meiner gestrigen nicht endend wollenden Traurigkeit brachte mir mein Mann plötzlich ein Geschenk, das vor unserer TĂŒr lag….Eine kleine SchultĂŒte fĂŒr Emma mit vielen kleinen, liebevoll ausgesuchten Geschenken und ein BĂŒchlein mit herzzerreiĂend schönen Mama-Tochter-Liebe-SprĂŒchen.
Da kein Zettel oder Brief dabei lag, habe ich einige Zeit gerĂ€tselt, von wem das Geschenk denn wohl sei. Instinktiv ist mir meine langjĂ€hrige Freundin Steffi eingefallen und gerade, als ich ihr schreiben wollte, kam von ihr eine Nachricht mit der Auflösung.Â
Ich muss euch erzĂ€hlen, ich kenne Steffi schon ĂŒber 25 Jahre, kaum zu glauben, was wir in der Zeit schon alles erlebt haben. Steffi ist damals in meine Schulklasse gekommen, als ihre Eltern in den Ort gezogen sind, in dem ich aufgewachsen bin. Wir waren gemeinsam auf der Schule, gingen zusammen auf die weiterfĂŒhrende Schule und machten beide eine Ausbildung am Flughafen MĂŒnchen.
Auch wenn sich unsere Wege immer wieder mal trennten, die Verbindung zwischen uns ist nie abgerissen. Und ich weiĂ, dass sie immer immer immer fĂŒr mich da ist und es auch spĂŒrt, wenn es mir schlecht geht.
Steffi, ich danke dir bis zum Himmel und zurĂŒck fĂŒr deine Freundschaft  – ich hab dich lieb
Emmas Mutperlenkette…wenn ich sie sehe, erinnert es mich an die Zeit in der Klinik. Wir sind immer zum Sozialteam in der Tagesklinik gegangen und haben fĂŒr Emma ihre verdienten Mutperlen abgeholt. Es gibt Perlen fĂŒr Chemotherapie, fĂŒr den Chemo-Casper, fĂŒr Radio-Robby, Piekse, Operation, Dexamethason, Intensivstation, Haarausfall und und und.
Emma hat viele Perlen gesammelt und schon eine zweite Kette begonnen.
Irgendwann haben wir keine Perlen mehr geholt, der Reiz war fĂŒr sie nicht mehr da.
Wenn ich mir die App, die es passend zu den Mutperlen gibt, anschaue, dann sehe ich, dass Emma inzwischen einige neue Pillen bekommen wĂŒrde⊠zum Beispiel fĂŒr Sonden-ErnĂ€hrung oder Geburtstag.
Ich glaube, ich werde sie ĂŒberraschen und beim Sozialteam fragen, ob sie der Ărztin beim nĂ€chsten Besuch ein paar Perlen mitgeben.
Vielleicht freut sich Emma und hat wieder mal einen Beweis, wie tapfer und mutig sie ist.
RĂŒckblick…Heute vor einem Jahr… Emma mit bester Laune im Wartebereich vor der Bestrahlung – ich kann es immer wieder sagen, wie tapfer sie jede Minute bei Radio Robby mitgemacht hat. Ohne TrĂ€nen, ohne Narkose – immer in der Hoffnung, die böse Blume wird so vernichtet.
Und jetzt…kann sie nicht mehr lachen, springen und laufen….das macht mich sehr traurig.