Die bereits Ende Januar gestarteten Valentinstags-Versteigerungen gingen Anfang Februar weiter.
Wunderschöne Emma-Hasen-Pärchen fanden pünktlich zum Fest der Liebenden am 14. Februar ihren Weg zu den neuen Besitzern.
Kunterbunte Faschingshasen gab es anschießend auf unserer Facebook-Seite, passend zur närrischen Zeit.
Der Sänger und Songwriter Wincent Weiss hat uns unterstützt und Emma-Hasen signiert. Wir versteigerten einen von ihm signierten Emma-Hasen.
Am letzten Tag des kurzen Monats begann die Auktion eines Emma-Hasen, der von Model und Moderatorin Lena Gercke unterschrieben wurde.
Eine Aufgabe unseres Vereins ist es, Bewusstsein für Krebs, insbesondere Kinderkrebs, kindliche Hirntumore und DIPG/DMG zu schaffen.
So informieren wir im Februar über den Weltkrebstag am 4. Februar sowie dem Internationalen Kinderkrebstag am 15. Februar.
Marion teilte dazu auf ihrer Seite „Emma und ihr Kampf gegen die böse Blume DIPG“ bei Facebook bzw. ihrem Profil „motte1980“ bei Instagram persönliche Worte und Erinnerungen mit einem Foto von Emmas Mutperlenkette.
Der Mai war Bewusstseinsmonat für Hirntumore. Täglich posteten wir auf den Social Media Seiten des Vereins Fakten zu Hirntumoren, die wir auch bei Ein Hase für Emma teilten.
Spezielle Go Grey Hasen wurden im Mai auf der Facebook Seite versteigert. Diese Hasen hatten als Accessoire einen Go Grey Button und die graue Schleife dabei. Zusätzlich hatten diese Hasen einen neu in unserem Sortiment aufgenommenen Taschenbaumler im Gepäck. Zusammen mit zwei Aufklebern sind dies perfekte Pakete, um für Aufmerksamkeit zu sorgen.
Nach einer längeren Pause haben wir auch wieder Emma-Hasen versteigert, die von Prominenten signiert wurden.
Im Mai haben uns unterstützt: Der Koch Ludwig Maurer, die Schauspielerin Josefine Preuß, die Band Jupiter Jones und der Koch Alexander Herrmann.
Am 18. Mai 2023 feierten wir den dritten Geburtstag von Ein Hase für Emma und boten unseren Followern anläßlich unserer Feierlichkeit zwei ganz besondere Emma-Hasen-Sets an.
Emmas Vermächtnis e. V.
Täglich posteten wir Fakten über Hirntumore auf Facebook und Instagram. Für alle, die die einzelnen Fakten nachlesen möchten, gibt es bei Instagram eine Sammlung unter den Highlights sowie ein Reel.
Besondere Beiträge gab es zusätzlich am 17. Mai, dem DIPG Awareness Day und am 12. Mai, dem internationalen Tag der Pflege.
Immer wieder erreichen uns Spenden, die uns unglaublich freuen und einen wichtigen Teil dazu beitragen, damit wir als Verein arbeiten können. In einem Post haben wir unseren Spendern gedankt.
Auch an dieser Stelle möchten wir diese nennen.
Ein herzliches Dankeschön an:
die Helfer mit Herz, den TSV Aitrach,
an das Flohmarktteam Eitensheim, an die Firma D+B Haustechnik und an die privaten Spender, die wir aus Datenschutzgründen nicht namentlich erwähnen dürfen.
Danke auch an alle, die den Spendenbutton bei Facebook und Instagram nutzen!
Die Gruppe Nähen hilft – Gemeinnützige Organisation hat in einer erneuten Nähaktion 76 Emma-Hasen gefertigt und uns gespendet. Auch dafür ein großes Dankeschön.
Auch von Seiten der Promis haben wir im Mai eine großzügige Spende erhalten. Jupiter Jones haben für uns Emma-Hasen signiert und waren von unserer Geschichte so gerührt, dass sie sich entschlossen haben, 1.000 Euro für uns zu spenden. Im Rahmen eines Konzerts wurde die Spende symbolisch übergeben und somit ein wundervolles Zeichen gesetzt.
Emma und ihr Kampf gegen die böse Blume DIPG
(Instagram: motte1980)
Aus der Sicht einer verwaisten Mama gab es im Mai einen Beitrag zum Internationalen Tag der Pflege. Zudem persönliche Worte zum 3. Geburtstag von Ein Hase für Emma sowie Gedanken zum Sommer und zum Mai.
Ich mochte den Herbst schon immer. So gesehen mochte ich auch den September. Wahrscheinlich mag ich ihn immer noch, aber der September ist seit Emmas Diagnose ein Monat, der noch schwerer für mich ist als alle anderen 11 Monate des Jahres.
Im September 2018 hatten wir Emmas Diagnose gerade so verdaut. Die ersten 30 Bestrahlungseinheiten waren beendet und das Hoffen, dass der Tumor in Emmas Pons geschrumpft sei, begann.
Ich kann mich noch so gut erinnern, als die Ärztin uns freudestrahlend die Nachricht überbrachte, dass der Tumor geschrumpft sei und die Bestrahlung Wirkung zeigte!
Unsere Hochphase begann. Die gute Zeit. Im sonst so schönen, goldenen Herbst mit den warmen Farben, den bunten Blättern und der Sonne, die uns wärmte, aber nicht mehr schwitzen liess wie im heissen Sommer 2018 im Münchner Klinikum, waren wir traurig.
Traurig, weil wir wussten, dass unsere gemeinsame Zeit begrenzt ist. Ohne zu wissen, wie lange wir noch gemeinsam verbringen dürfen, verbrachten wir den Herbst 2018 mit Spaziergängen im Wald, zwischen den Blättern, die unter den Füßen raschelten und der Wärme der Herbstsonne. Wir fieberten auf die Weihnachtsfeiertage hin, Wunschzettel wurden gebastelt und wir träumten vom Fest, das besonders sein sollte. Das letzte Weihnachtsfest gemeinsam mit Emma.
Denn im nächsten September wurde Emma zum Engel, Jeden Septembertag im Jahr 2019 verbrachten wir so, als hätten wir noch viele Septembermonate vor uns. Ich hoffte noch immer auf ein Wunder.
Bis zum 29. September 2019, als Emma für immer einschlief.
Seither ist der September ein tieftrauriger Monat, mit vielen Erinnerungen, die mich aufschrecken lassen in der Nacht und auch während meines Tages immer wieder an die Tage vor und nach Emmas Tod denken lassen.
Irgendwann, ich weiß nicht mehr genau, wann es war, erfuhr ich, dass September der Bewusstseinsmonat für Kinderkrebs ist.
Bewusstsein für Kinderkrebs…wichtige Informationen, die zugleich tagtäglich die bittere Wahrheit und Aussichtslosigkeit über Krebs bei Kinder und besonders dem grausamen Hirntumor DIPG zeigen.
Jeden Tag war es ein Stich ins Herz, diese schrecklichen Daten und Fakten zu lesen. Selbst betroffen, alles erlebt zu haben und zugleich so hilflos zu sein bei all dieser Aussichtslosigkeit. Aber wir kämpfen weiter, tagtäglich, um irgendwann die Nachricht zu erhalten, dass kein Kind mehr an DIPG sterben muss!
Dann kam der 10. September – die seit Monaten geplante Veranstaltung von BEN hilft – Stark machen gegen DIPG und der DIPG Armee in Berlin vor dem Reichstagsgebäude fand statt. Es wurden Bilder von an Krebs erkrankten und an Krebs verstorbenen Kindern aufgestellt, um ein Zeichen zu setzen!
Immer wieder, als ich die Ankündigungen bei Facebook, Instagram und WhatsApp lass, kam ich ins grübeln – soll ich nach Berlin reisen? Aber ich konnte nicht, zu sehr beschäftigt war ich mit mir selbst, fühlte mich nicht in der Lage, den Weg zu gehen.
Die liebe Patricia nahm mit ihren Brüdern den langen Weg nach Berlin auf sich, um persönlich Emmas Bild aufzustellen. Ich war so dankbar, dass mir jemand eine Aufgabe abgenommen hatte, die ich so gern selbst erfüllt hätte, aber es einfach nicht konnte.
Ich fieberte mit, als sie die Reise antraten und wartete auf eine Nachricht. Am Nachmittag des 10. Septembers erreichte mich dann ein Foto von Emmas Bild auf der Wiese, zwischen all den Bildern der Kinder. Da war es um mich geschehen. Ich war traurig und glücklich zugleich und hätte mich am liebsten nach Berlin gebeamt, um doch dabei zu sein. Um all die anderen Eltern zu sehen und mich ihnen noch näher zu fühlen als sonst.
So sass ich zuhause auf meinem Bett, weinte und war unendlich traurig. Wieder ein Moment, in dem mir bewusst wurde, dass es kein schlimmer Albtraum ist, aus dem ich irgendwann erwache, sondern bittere Wahrheit.
Der Monat verging, Tag um Tag ploppten Erinnerungen auf. Bis zum 29. September, dem Tag, als Emma zum Engel wurde.
Wie immer schickten wir Emma Luftballongrüße in den Himmel und fühlten uns ihr ganz nah. Dennoch war ich voller Traurigkeit.
Als ich aber am Vormittag des 29. Septembers den Beitrag auf der Seite Ein Hase für Emma sah, verwandelte sich meine Trauer in unfassbaren Stolz.
Doris hatte einen liebevollen Text geschrieben, ihre Tochter Patricia ein Video von vielen Fotos von Emma erstellt.
Als ich die Zeilen lass, das Video betrachtete und so eine Zeitreise durch Emmas Leben sah, – ihr zauberhaftes Lächeln, ihre wunderhübsche Erscheinung – da wurde mein gebrochenes Mama-Herz mit Stolz gefüllt.
Stolz auf mein einzigartiges Mädchen, mein Mausebär Emma. Ich fühlte einen zarten Hauch an meiner Wange und wusste, Emma ist da! So wie bei unserem Ausflug im Herbst 2018 im Wald, als sie glücklich mit ihrem Fahrrad durch den Wald fuhr.
Als ich den wunderschönen Emma-Hasen mit dem Regenbogenstoff an Emmas Engelstag zu ihrem Grab mitgenommen habe, da wusste ich noch nicht, welchen Namen er bald haben wird.
Denn wir haben beschlossen, die Follower von Ein Hase für Emma um Namensvorschläge zu bitten.
Gestern haben wir einen Beitrag dazu verfasst und um passende Namen gebeten. Aus den drei von uns ausgewählten Namen habe ich heute einen Namen gezogen.
Nun trägt der Hase den Namen LACRIMA.
Im Gegensatz zu Frida, die im Auftrag unseres Vereins Emmas Vermächtnis e. V. unterwegs ist und die Menschen aufmerksam machen soll auf die Missstände in der Forschung und die dafür dringend benötigten Spendengelder, so hat Lacrima eine andere Aufgabe.
Mit Lacrima zusammen möchten wir deutlich zeigen, wie viele Kinder an DIPG verstorben sind und nicht mehr bei ihren Familien sein dürfen.
Wir möchten mit Lacrimas Hilfe den verstorbenen Kindern und deren Familien gedenken. Er soll in das Zuhause der DIPG-Engel reisen und auch uns Engel-Eltern zeigen, dass wir für immer miteinander verbunden sind, so wie unsere Kinder gemeinsam hinter dem Regenbogen auf uns warten.
So durfte Lacrima nun auch ein paar Tage bei mir bleiben und hat mich begleitet an den schwarzen Tagen um Emmas Sterbetag. Bald wird er weiterreisen und eine andere Familie besuchen, die ein Kind an DIPG verloren haben.
Wie ihr vielleicht wisst, suche ich hinter vielem eine Bedeutung, ein Zeichen….die ausgewählten Namen waren Iris, Mariposa und Lacrima. Jeder Name hat eine Bedeutung, die wunderbar zu dem Regenbogen-Hasen und seinen Hintergrund passen würde. Aus den drei Namensvorschlägen habe ich dann Lacrima gezogen und dabei spürte ich ein wohliges Gefühl.
War es Zufall oder nicht? Denn Lacrima heisst auch die Trauergruppe, in der mein Mann, Quirin und ich für eine kurze Zeit waren. Wir wurden dort aufgefangen und angenommen. Die Corona-Krise hat die Trauergruppe leider nicht mehr möglich gemacht und als die Lockerungen kamen, haben wir beschlossen, nicht mehr teilzunehmen. Aber vielleicht ist es auch ein Zeichen, wieder mal ein Gruppentreffen zu besuchen.
Wie auch immer, der Name ist wundervoll und ich bin froh, dass wir den Regenbogen-Hasen nun beim Namen nennen können. So wie wir auch die Namen all unserer Engelskinder immer wieder hören möchten.
In diesem Sinne – für Emma und ewig
Für meinen Engel Emma,
geboren am 21. Juni 2012, verstorben am 29. September 2019
Der 10. November 2021 war für „Ein Hase für Emma“ ein besonderer Tag.
Seit wir im Mai 2020 unsere privat organisierte Spendenaktion ins Leben gerufen haben, ist ja nun schon einige Zeit vergangen.
Von der Idee bis zur Umsetzung gab es viel zu organisieren. Damals waren wir noch zu zweit.
Aber schon kurz nachdem die Aktion anlief ist Karin zu uns gekommen. Mit ihrer Begeisterung fürs Hasennähen war sie mit Feuer und Flamme dabei und schon bald war klar, dass Karin mit ihren wunderbaren Ideen zu unserem „Hasenteam“ gehören muss.
Tag für Tag waren wir nun zu dritt für „Ein Hase für Emma“ tätig, unsere Aufgabenbereiche spielten sich relativ schnell ein und wir hatten einen täglichen Austausch über all unsere konkreten Pläne und über unsere Zukunftsvisionen.
Wir bekamen so viel Zuspruch für unsere Aktion, viele sind von Anfang an mit dabei und freuen sich mit uns über den Erfolg zugunsten der Stiftung für innovative Medizin in München. Im Laufe der Zeit sind so viele Menschen auf „Ein Hase für Emma“ aufmerksam geworden, so viele Emmahasen durften und dürfen wir versenden.
Gemeinsam durften wir im Mai diesen Jahres den ersten Geburtstag von „Ein Hase für Emma“ feiern.
Wir haben in diesem einen Jahr mit unserer Spendenaktion erkannt, dass wir als „Hasenteam“ und auch privat sehr gut zusammen harmonieren und auch funktionieren. Wenn eine von uns mal aufgrund privater Angelegenheiten ausfiel, haben die beiden anderen sofort und problemlos die Aufgaben mit übernommen, bis die Dritte wieder „einsatzfähig“ war.
„Einer für alle – alle für einen“ – das Motto der drei Musketiere gilt auch für uns – die drei Muskehasen . Es fühlt sich einfach gut an, dass ausgerechnet wir drei uns gefunden haben, um diese erfüllende und wunderbare Aufgabe übernehmen zu dürfen. Vielleicht war es auch Emma, die uns zusammengeführt hat, weil sie genau wusste, dass wir drei das schaffen können.
Wir haben lange hin und her überlegt, das „Für“ und das „Wider“ gegeneinander abgewogen und dann war es eigentlich bald entschieden: Warum sollten wir nicht einen Schritt weiter gehen nachdem wir fast eineinhalb Jahre erfolgreich unsere Zusammenarbeit erprobt hatten? Wieso sollten wir nicht ausgerechnet jetzt unsere Visionen in die Wirklichkeit umsetzen? Wieso sollten wir es vielleicht irgendwann einmal bereuen, nicht einen Schritt weiter in Emmas Vermächtnis gegangen zu sein?
Wir recherchierten, setzten uns zusammen und planten… wir planten bis ins kleinste Detail. Ein paar Termine mussten wahrgenommen werden und dann hieß es abwarten, was uns zugegebenermaßen nicht wirklich leicht gefallen ist.
Und jetzt – zum Ende des Jahres – halten wir es schwarz auf weiß in unseren Händen: Seit dem 10.11.2021 ist beim Registergericht am Amtsgericht Ingolstadt der Verein „Emmas Vermächtnis e. V.“ eingetragen.
„Ein Hase für Emma“ ist nun ein Projekt dieses Vereins. Wir freuen uns so sehr, Euch diese Nachricht mitteilen zu können, und ja, wir sind verdammt stolz. Verdammt stolz darauf, in Emmas Namen Gutes tun zu dürfen, verdammt stolz darauf, dass Emmas Name und ihr Schicksal durch unsere Arbeit weiter getragen wird. „Emmas Vermächtnis e.V.“ ist ein Verein, der natürlich die Stiftung für innovative Medizin in München unterstützen wird, um die Forschung voranzutreiben. Des weiteren möchten wir uns aber in der Zukunft auch für die von DIPG betroffenen Familien engagieren. Wir möchten den Familien durch eigene Erfahrungen in vielen Bereichen beratend zur Seite stehen und individuell finanziell unterstützen. Außerdem werden wir weiterhin über DIPG aufklären und Öffentlichkeitsarbeit leisten.
Im Jahr 2022 möchten wir ganz offiziell mit unserer Vereinsarbeit durchstarten, worauf wir uns schon sehr freuen.
Wir werden Euch zu gegebener Zeit über alle Neuerungen informieren, die sich aufgrund der Vereinsgründung ergeben und hoffen, dass Ihr uns weiterhin so großartig unterstützen werdet.
Schon im August wurde auf die gelbe Schleife hingewiesen. Das Zeichen, um im September bewusst zu machen für Kinderkrebs, mit all den Facetten von Kinderkrebs, die uns Betroffene – direkt oder indirekt – erschlagen.
Harte Fakten, die Kopfschütteln auslösen, Unverständnis, dass es all dies in der modernen heutigen Zeit noch geben muss. Seit Tagen liest man in den sozialen Netzwerken vermehrt darüber. Natürlich insbesondere, wenn man – wie ich – diese Seiten abonniert hat, den Personen und Profilen folgt, die sich mit diesem traurigen Thema beschäftigen.
Täglich lesen wir Informationen über Kinderkrebs, über seltene Tumore wie DIPG, über Kinder, die kämpfen, von Kindern, die es leider nicht geschafft haben, die keine Zukunft, keine Hoffnung, keine Aussicht auf Heilung hatten. Wir sehen Bilder von wunderhübschen Kindern, die der Krebs so sehr verändert hat. Wir lesen traurige Geschichten von betroffenen Eltern, von zerbrochenen Familien, von unendlicher Trauer.
Ich bin stolz und froh, dass ich immer wieder die Plattform geboten bekomme, meine Geschichte zu erzählen und auf unsere Spendenaktion „Ein Hase für Emma“ hinzuweisen. Aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist, die Forschung zu unterstützen. Auch wenn man sich wünschen würde, all das wäre nicht notwendig, weil es verdammt nochmal endlich etwas geben könnte gegen diesen grausamen Tumor, der auch meiner Emma das Leben genommen hat, wie so vielen anderen DIPG-Engeln.
Gestern hatte ich die Gelegenheit, ein Radiointerview zu geben. Susanne Brückner vom Münchner Radiosender Radio Charivari 95.5 hat mit mir über Emma und unsere Spendenaktion gesprochen. Eine weitere wichtige Plattform, über die wir Leute erreichen können, die nicht in den sozialen Netzwerken aktiv sind.
Ich bin immer wieder dankbar, unendlich dankbar, dass mir die Möglichkeit gegeben wird und es immer noch Leute gibt, die unsere Geschichte „hören wollen“…die es auch ertragen können, ein trauriges Schicksal in ihr Leben zu lassen. Darüber nachdenken, dass es neben Corona und den „üblichen Themen“ Schicksale gibt, die die Betroffenen ein Leben lang begleiten und verändern.
Für Emma. Für immer. In Emmas Vermächtnis. In ewiger Liebe.
Heute ist der 1. September, der Start des Monats, der international als Bewusstseinsmonat für Kinderkrebs steht.
Auch ich möchte den September für Beträge nutzen, die die Aufmerksamkeit auf kindlichen Krebs und insbesondere DIPG verstärken.
Viele Menschen haben keine Berührungspunkte mit Krebs bei Kindern. Das hatte ich auch bis zu Emmas Diagnose im Juli 2018 nicht.
Zum Start habe ich heute bereits bei Facebook einen Beitrag geteilt, den ersten Beitrag von Bens Mama Antje auf ihrer Seite „Ben hilft“ für unsere September-Aktion. Es haben sich dazu einige Facebook-Seiten zusammen geschlossen, um gemeinsam viele Menschen zu erreichen.
Dazu teile ich mit euch noch ein YouTube-Video mit dem BR-Benefizsong „Sternstunden“. Oft höre ich dieses Lied und weine jedes Mal bittere Tränen der Verzweiflung und Trauer.
„Bei Deiner Kraft kann ich nur staunen, woher nimmst du diesen Mut?“ – wie oft habe ich mir das gedacht, wenn ich meine Emma im Schlaf betrachtet habe.
Im Rahmen unserer Spendenaktion „Ein Hase für Emma“ sind wir, das Hasen-Organisationsteam, bestehend aus Doris, Karin und mir, wieder unterwegs.
Ich bin ganz aufgeregt, denn morgen sind wir das erste Mal in Namen der DIPG Fighter auf Reisen und möchten so viele Menschen erreichen. Wir möchten die Aufmerksamkeit für DIPG erhöhen, unsere Hasen-Aktion vorstellen und Spenden sammeln.
Wenn nur ein Mensch von den vielen erreichten Personen DIPG weiter trägt und andere Leute in seinem Umfeld darüber informiert, so haben wir viel Gutes geleistet.
Heute möchte ich mich bedanken. Bedanken bei einer wundervollen Person – Tina.
Tina hat die Facebook-Seite „DIPG Ponsgliom – Information Und Unterstützung Betroffener“ vor einiger Zeit ins Leben gerufen, hat eine Homepage (https://dipg-infos.jimdofree.com) und ist bei Instagram unter dem Namen „dipginfos“ zu finden.
Nach Emmas Diagnose habe ich gegoogelt und gesucht, um Informationen zu erhalten und einen Austausch zu finden. So bin ich auf Tinas Seite gestossen und war so froh, genau an der richtigen Stelle gelandet zu sein.
Tina schreibt, obwohl sie selbst nicht direkt betroffen ist, so emotional und zugleich informativ, sachlich und ergreifend über die neu diagnostizierten DIPG-Kinder und -Erwachsene, berichtet über Fortschritte, Rückschläge, Behandlungen und hält alle Follower immerzu auf dem Laufenden.
Für alle tapferen Kämpfer, die den Kampf verloren haben, schreibt sie einen liebevollen Nachruf und lässt alle teilhaben an dem, was sie weiß, über diese mutigen und starken DIPG Fighter und ihre Familien.
Sie erinnert unermüdlich an die Kinder, schreibt Beiträge an den Geburtstagen und Todestagen, hält so die Erinnerungen wach und gedenkt mit einer unglaublich warmherzigen und liebevollen Art und Weise den Verstorbenen.
So war auch Emma schon mehrmals Teil der DIPG-Seite, da Tina oft auch unsere Beiträge geteilt hat. Den Beitrag, den Tina zu Emmas Tod schrieb, hat mich so sehr gerührt und berührt, was mir wieder gezeigt hat, wie sehr Tina mir ans Herz gewachsen ist.
Sie ist eine der Personen, die ich zwar ohne unser schweres Schicksal nie kennengelernt hätte, die mir aber zeigt, wie sehr es hilft, zusammen zu halten, sich zu trösten, aufzubauen, zu informieren und füreinander da zu sein. DAS ist so wertvoll und ich schätze es zutiefst.
Wieder einmal hat mich Tina diese Woche emotional sehr berührt, als sie meine geliebte EMMA auf ihrer Homepage beschrieben und geehrt hat.
und folgt Tina auf ihrer Facebook-Seite und bei Instagram.
Auf ihrer Homepage unter „Über uns“ erzählt Tina, wie sie auf DIPG aufmerksam wurde. Sie erzählt über Parker, ein Kind, das an DIPG erkrankt war und so Tinas Aufmerksamkeit erweckte. Seitdem kämpft sie mit großer Motivation mit allen betroffenen Familien mit und ist eine riesengroße Hilfe.
Der Austausch, die Verbreitung von Informationen und das Bewusstsein für diesen schlimmen Gehirntumor ist extrem wichtig und sollte noch mehr gefördert werden, als wir das bisher bereits tun.
Unterstützt uns, somit auch unsere Engel, die unerbittlich gekämpft haben und helft mit, daß endlich etwas gegen DIPG gefunden wird.
Ich danke euch herzlich.
Bis bald,
ganz liebe Grüße
Marion mit Emma im Herzen
PS: Das Foto von Emma wurde im April 2018 aufgenommen, kurz vor der Diagnose. Das Bild entstand während der Kommunion meines Sohnes Quirin in der Kirche, im Arm meiner Mama, beschützt und glücklich, aufgeregt über diesen besonderen Tag. Die beiden hatten eine besondere Verbindung. Emma wacht hoffentlich immer gut über meine Mama, ihre Oma und erinnert sich an viele wundervolle Oma-Enkelin-Momente.