Unsere erste Behandlungswoche im IOZK

Am vergangenen Montag reisten wir (Emma, mein Mann und ich) mit dem Auto nach Köln, zur ersten Behandlungswoche im immun-onkologischen Zentrum Köln.

Am Dienstag vormittag war der erste Termin, die Räume waren uns schon von unserem Kennenlern-Termin bekannt.
Nach kurzer Wartezeit begrüßte uns Herr Prof. Dr. van Gool und nahm Emma Blut über den Port ab. 
Während den fünf Behandlungstagen blieb über die Portnadel ein „Adapter“ mit Schlauch bestehen, somit musste der Port nicht jeden Tag gepikst werden. 
Über diesen Zugang wurden nach der Blutabnahme die Antiviren injiziert. Die anschließende Infusion dient dazu, die Antiviren schneller im Körper zu verteilen.
Danach gingen wir in einen anderen Raum mit einem „Wasserbett“, auf dem Emma per Sonde die Hyperthermie (Wärmebehandlung) bekam. Am ersten Tag dauerte die Hyperthermie 30 Minuten, ab dem 2. Tag 40 Minuten, währenddessen konnte ich bei Emma bleiben und ihr vorlesen.
Diese verursacht keinerlei Schmerzen, die Sonde ist vorne weich und passt sich durch das „Flüssigkeitspad“ der Kopfform an. Die Sonde muss genau an der Stelle des Tumors angelegt werden. Das Personal im IOZK war bestens über die Lage informiert und wir spürten zu keiner Zeit eine Unsicherheit, wir fühlten uns von Anfang an sehr gut aufgehoben. Alle Mitarbeiter behandelten Emma so, wie wir es uns gewünscht haben. 

Nach der Hyperthermie wurde der Adapter am Schlauch zum Schutz mit einem Verband umwickelt und wir durften gehen. Die tägliche Behandlung dauerte etwa eine Stunde. 

Der 2. – 5. Tag verlief immer nach dem Schema…Blutabnahme für die Verlaufskontrolle – Injizierung der Antiviren – Infusion – 40 Minuten Hyperthermie. 
Am 5. Tag wurde die Nadel (mit Adapter und Schlauch) aus dem Port entfernt. 

Nach den Terminen hatte Emma meistens erstmal Hunger 🙂 
Anschließend schlief sie ein bißchen oder wir nutzen die freie Zeit zum Erkunden der Stadt. Emma genoss die gemeinsame Zeit mit Mama und Papa sehr. Wir waren im Kino, in einem riiiiiesigen Geschäft mit Karnevalskleidung und -zubehör und einer großen Buchhandlung mit Karussell und Piratenschiff.

Emma zeigte während der fünf Tage keine Nebenwirkungen oder sonstigen Auffälligkeiten. Wir sind froh, daß Emma den Aufenthalt nicht als Qual erlebt hat, was aber auch an der Gastfreundschaft meiner Freundin Sabine und ihrer kleinen Familie lag. Wir danken ihnen sehr, daß wir bei ihnen wohnen durften. So hatten wir für die Zeit nach den Terminen immer einen gemütlichen Rückzugsort zum entspannen und wohlfühlen. Mit Leo, dem 3jährigen Sohn von Sabine hat Emma auch einen lieben Spielgefährten und Freund in Köln. 

Nach unserem letzten Termin am Samstag traten wir die Heimreise an. Auf dem Weg lag die „verdrehte Welt“, welches wir für eine Pause nutzen. Emma hatte das Haus bereits bei der Hinfahrt zu unserem ersten Termin in Köln gesehen und wollte unbedingt hinein. 

Den ersten Tag zuhause genoss Emma sehr und spielte ausgiebig mit ihren Spielsachen, die sie so vermisst hatte…

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